Kaffeevollautomat entkalken und pflegen: der richtige Rhythmus
Ein Kaffeevollautomat lebt von der Pflege. Wer nur die Tassenablage wischt, verliert nach einigen Monaten Crema und Geschmack — und am Ende die Garantie. Mit dem richtigen Rhythmus hält das Gerät dagegen viele Jahre.
Wann entkalken?
Das Gerät sagt es selbst: sobald die Entkalkungsanzeige leuchtet, spätestens aber alle zwei bis drei Monate bei hartem Wasser, alle vier bis sechs Monate bei weichem. Wichtig: Die Anzeige reagiert auf die Brühgruppe, nicht auf den Wasserbehälter — dort hilft nur das Wechseln der Filterkartusche, das wiederum die Entkalkungspausen verlängert.
Womit entkalken?
Nur flüssige Entkalker des Herstellers oder klare Zitronensäure-Lösungen — niemals Essigessenz: Essig angreift Dichtungen und Aluminiumteile und hinterlässt Geschmack. Tabletten sind für die Brühgruppe gedacht, flüssiger Entkalker für den Wasserweg.
Der Ablauf in Kürze
1. Programm starten und Behälter komplett durchlaufen lassen — nicht unterbrechen.
2. Danach zweimal mit frischem Wasser spülen.
3. Brühgruppe (sofern herausnehmbar) mit klarem Wasser abspülen, kein Spülmittel.
4. Milchsystem nach jedem Gebrauch spülen, wöchentlich in die Spülmaschine oder mit Reinigungsmittel durchlaufen lassen.
Drei Fehler, die das Gerät teuer machen
Erstens: Entkalker im Milchsystem — zerstört die Schläuche. Zweitens: Wassertank nie austrocknen lassen, wenn das Gerät länger steht (Bakterien). Drittens: Filter vergessen — abgelaufene Kartuschen führen zu Kalk im Brühkreis, obwohl das Wasser „gefiltert“ schmeckt.
Wer den Rhythmus hält, hat zehn Jahre Freude am Gerät — und jeden Morgen einwandfreien Espresso.